Kurkuma – Superfood oder doch schon Wundermittel?

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Kurkuma-Superfood-Curcumin-Goldene Milch-Wundermittel

In letzter Zeit nehmen die Berichte über Kurkuma in den Medien verstärkt zu und auch ich habe es schon lange für mich entdeckt. Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich Euch dieses Pflanze ein wenig näher bringen. Aber was ist dran an Kurkuma? Dem Gewürz, das in keiner Currymischung fehlt? Ist es einfach nur ein Superfood oder doch schon ein Wundermittel?

Wundermittel hört sich zwar jetzt nach unseriösem Hokuspokus an. Aber wenn man sich mehr damit beschäftigt, wie vielfältig und auch eindeutig nachgewiesen die Heilwirkung bzw. Verwendung von Kurkuma ist, dann ist das nicht verwunderlich, wenn diese Pflanze auch mal als Wundermittel beschrieben wird. Aber jetzt erst einmal von vorne:

Was ist Kurkuma?

Kurkuma wird auch Gelber Ingwer, Safranwurzel oder Gelbwurz genannt und ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse. Die genaue Herkunft konnte bisher noch nicht geklärt werden. Heute wird Kurkuma überwiegend auf dem indischen Subkontinent, China und Indonesien angebaut. Rund 80% der Welternte stammt dabei aus Indien.

Die Wirkung von Kurkuma ist schon seit mehr als 5000 Jahren belegt. So wird sie bereits seit langem in der ayurvedischen Medizin Indiens eingesetzt. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist es bekannt. Kurkuma zählt somit zu den ältesten bekannten Heilpflanzen der Welt. In Europa beschäftigt man sich erst seit etwa 50 Jahren mit der Wirkung auf unseren Organismus und die Gesundheit.

Inhaltsstoffe von Kurkuma und ihre Wirkung

Kurkuma enthält sog. Curcuminoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aus drei Komponenten bestehen (Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin) und viele positive Eigenschaften besitzen. Auch die enthaltenen ätherischen Öle besitzen wertvolle Inhaltsstoffe, die einen großen Einfluß auf unsere Gesundheit haben, was schon in zahlreichen Studien bestätigt wurde.

So wirkt die Wurzel:

  • stark entzündungshemmend
  • entgiftend
  • galle- und verdauungsfördernd
  • krampflösend
  • antioxidativ (wirkt einer frühzeitigen Hautalterung entgegen)
  • keimtötend
  • antibakteriell
  • fiebersenkend
  • juckreizstillend
  • cholesterinsenkend
  • antimutagen (Erbgutveränderungen werden vermindert)
  • antikarzinogen (Krebserkrankungen werden vermindert)

Kurkuma wird eingesetzt bei:

  • entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Arthrose, rheumatische Arthritis, Gallenblasenentzündung, Magen-Darm-Entzündungen bzw. generell bei Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Verdauungsstörungen, Dysfunktionen
  • Grippe (stärkt die Immunabwehr)
  • Schlafproblemen
  • Allergien und Heuschnupfen
  • Übergewicht mit all seinen Folgeerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Herzerkrankungen, Diabetes, Schädigung der Nieren oder bei Gefäßveränderungen
  • Neurologische Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz, Depressionen, Epilepsie
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und auch Akne
  • Krebserkrankungen an Magen, Darm, Brust, Prostata, Haut oder bei Leukämie (hier wurden in Studien die unterstützende Wirkung nachgewiesen).

Curcumin hat keinerlei bekannte Nebenwirkungen. Auch bei hohen Dosierungen (von über 8 – 10g pro Tag) wurden bisher keine negativen Auswirkungen beobachtet.

Kurkuma-Superfood-Curcumin-Goldene Milch-Wundermittel

Anwendung und Dosierung

Heute kann man die besondere Wurzel schon in in vielen gut sortierten Supermärkten frisch kaufen. Geschält kann man Kurkuma sogar pur essen, was ich bevorzuge. Man kann es schneiden, zu Pulver malen oder reiben und damit viele Gerichte verfeinern sowie als Farbstoff verwenden. Am besten lagert man es trocken und dunkel. Bei zu langer Lagerung verliert die Wurzel an Farbe und Aroma. Im Gemüsefach des Kühlschranks ist Kurkuma aber durchaus mehrere Wochen haltbar.

Am bekanntesten ist aber vielleicht doch getrocknetes, zu Pulver gemahlenes Kurkuma. Hier sollte man aber auf hochwertiges Bio-Pulver achten. Dieses ist auch in vielen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten, die als Tabletten eingenommen werden.

Beim Schälen bzw. bei der generellen Verwendung solltet Ihr übrigens immer (Einmal-)Handschuhe tragen. So vermeidet Ihr unschöne und gelbe Finger. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. So eine Gelbfärbung kann trotz regelmäßigem Händewaschen schon mal eine Woche halten.

Vom Geschmack her würde ich es mildwürzig, pfeffrig und leicht bitter beschreiben.

Auch wenn Curcumin keine nachgewiesenen Nebenwirkungen hat, nehme ich allerdings nie mehr als 5 bis max. 8 Gramm täglich ein. Gerade zu Beginn der Verwendung sollte man damit auch nicht übertreiben.

Kurkuma wirkt übrigens blutverdünnend. Bitte unbedingt darauf achten. Solltet Ihr aufgrund einer anderen Erkrankung Blutverdünner wie Marcumar nehmen, dann bitte auf Kurkuma verzichten. Sprecht auf jeden Fall mit Eurem Arzt darüber. Auch vor geplanten Operationen solltet Ihr rund zwei Wochen vorher darauf verzichten.

Weiterhin sollte Curcumin am besten gleichzeitig mit Pfeffer oder auch guten Ölen eingenommen werden, da diese den Körper bei der Aufnahme der wichtigen Inhaltsstoffe unterstützen. Eine wirksame Art der Einnahme ist die sog. Goldene Milch.

Mein Rezept für die Goldene Milch

  • 300 ml Mandel- oder Nussmilch
  • ½ TL Bio-Kokosöl
  • Kurkuma (ca. 2 bis 3 cm groß) oder einen EL Kurkumapulver
  • Ingwer (ca. 2 cm groß, je nach Geschmack)
  • ¼ TL frisch gemahlenen, schwarzen Pfeffer
  • ¼ TL Zimt
  • 1 TL Sukrin zum Süßen (da ich mich low carb ernähre) alternativ 1 TL Honig

Alle Zutaten in einen Mixer geben und solange miteinander vermischen, bis für Euch eine trinkbare Konsistenz entstanden ist.

Mögt Ihr keine Stückchen oder Rückstände in Eurer Goldenen Milch, dann gebt die Kurkumamilch durch einen Sieb und trinkt diese dann.

Solltet Ihr die kalte Milch nicht mögen, könnt Ihr diese auch in einem Topf erwärmen und ca. 2 – 3 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn Ihr sie dann noch mit einem Milchaufschäumer aufschäumt schmeckt sie richtig gut.

Verbesserungen die ich selber bemerke

Seit der regelmäßigen Einnahme bemerke ich, dass ich viel weniger krank bin. Meine Blutwerte verbessern sich stetig. Auch meiner Haut geht es besser. Ich habe weniger Hautunreinheiten und Entzündungen.

Auch beim Abnehmen hat es geholfen, denn Kurkuma reguliert den Blutzucker. So kam es bei mir weniger zu Heißhungerattacken.

Kurkuma ist weder frisch noch als der Goldenen Milch etwas für Euch?

Falls Ihr jetzt neugierig geworden seid und Curcumin möglichst unkompliziert in Eure tägliche Ernährung integrieren wollt, dann nehmt Kurkuma doch einfach in hochdosierter Kapsel- oder Drageeform zu Euch.

Hier aber bitte darauf achten, dass es sich um hochwertige Nahrungsergänzung handelt. Die Kapseln dazu daher am besten in einer Apotheke kaufen. Gerade bei Online-Apotheken wie auch der Europa-Apotheek kann man hier gegenüber Apotheken vor Ort ein paar Euro sparen und hat eine große Auswahl an Superfoods.

Um nochmal auf die Frage von oben zurückzukommen: für mich ist Kurkuma natürlich beides. Ein oft noch unterschätztes Superfood und auch ein kleines Wundermittel.

12 comments

    • Storfine 18 November, 2018 at 18:59 Reply

      Das stimmt. Bei manchen Zutaten glaubt man gar nicht, wie gut das eigentlich für den Körper ist.
      Liebe Sonntagsgrüße

  1. L♥ebe was ist 18 November, 2018 at 21:31 Reply

    eine gute Frage – ich finde es ja v.a. auch spannend, dass so viele Nahrungsmittel richtige Powerkräfte haben, von denen wir es gar nicht denken 🙂
    Kurkuma mag etwas gewöhnungsbedürftig sein – letztens habe ich mal wieder Kurkuma Latte gemacht. im Herbst ein echt toller Vorbeuger gegen Erkältungen!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    • Storfine 19 November, 2018 at 15:09 Reply

      Oh ja, gerade im herbst ist Kurkuma ja auch das Mittel schlechthin für die Immunabwehr. Viele denken ja, dass das Kurkuma furchtbar schmeckt.
      Richtig zubereitet ist das aber gar kein Problem und sogar richtig gut.
      Liebe Grüße an Dich

  2. Marina 19 November, 2018 at 08:05 Reply

    Schade, dass ich es nicht sofort ausprobieren kann, bin gerade im Urlaub mit Hund in Südtirol . Sobald ich die Gelegenheit habe, werde ich aber schauen, woher die Pflanze bekomme. Habe wirklich noch nie etwas davon gehört un bin gespannt, ob es mir schmeckt 🙂

    Liebe Grüße

    • Storfine 19 November, 2018 at 15:14 Reply

      Kurkuma bekommst Du in jedem gut sortierten Supermarkt. Meist bei den Bioprodukten oder den außergewöhnlichen Obstsorrten wie Drachenfrucht und ähnlichem.
      Viele Grüße an Dich

  3. Sabiene 20 November, 2018 at 21:16 Reply

    Ich streue mir Kurkuma immer auf mein Müsli – wenn ich daran denke. Ich habe festgestellt, dass mir das hilft, wenn ich ein bisschen down bin.
    LG Sabienes

    • Storfine 21 November, 2018 at 10:39 Reply

      Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon gemacht. Bei mir regt Kurukuma den Stoffwechsel und somit eben auch meinen ganzen Körper an. Wenn Du gerne Tee trinkst, dann ist auch in Ingwer-Kurkuma-Tee eine tolle Mglichkeit, um gut in den Tag zu starten.

      Ich schick Dir liebe Grüße
      Sandra

    • Storfine 26 November, 2018 at 08:07 Reply

      Und was für ein tolles Superfood! Das freut mich, wenn ich Dich ein wenig daran erinnert habe.
      Gerade in der jetzigen Jahreszeit vielleicht eine tolle Möglichkeit um gesund zu bleiben.

  4. Katharina 24 November, 2018 at 23:27 Reply

    Danke für den wirklich informativen Artikel! In unseren Currys essen wir schon lange Kurkuma und manchmal auch als Tee. Das Rezept für goldene Milch werde ich aber bestimmt auch mal ausprobieren =)

    • Storfine 26 November, 2018 at 08:09 Reply

      Das ist ja super! Da tut Ihr so ganz nebenbei schon Gutes für die Gesundheit und es schmeckt auch noch gut.
      Sag Bescheid, wie Dir die goldene Milch geschmeckt hat.
      Herzliche Grüße

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