Musik und ein Ohrwurm aus lang vergangenen Tagen

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Klaviertasten mit Notenblatt

Ich liebe Musik. Ohne Musik geht bei mir nichts. Es gibt unzählige Lieder, die ich mit Situationen aus meinem Leben verbinde bzw. die mich an Schönes (und weniger Schönes) erinnern. Dabei ist es egal, ob es sich nun um Oldies, Schlager, 80ger-Mucke, Rock oder dem derzeitigen Mainstream handelt.

Irgendwo dudelt hier immer Musik. Außer, ich muß mich wirklich, wirklich konzentrieren. Da bleibt dann auch mal der Fernseher, der Radio oder auch das Smartphone aus.

Von vielen Titeln merke ich mir relativ gut und schnell den Text. Das wiederrum sorgt dafür, daß es vorkommt, daß ich oft stundenlang ein und das gleiche Lied vor mich hinsinge oder –summe. Dann weiß ich, daß er mich erwischt hat: der Ohrwurm.

Ohrwurm ohne Musik

Das ist ein Ohrwurm – kein musikalischer, aber ein Insektiker ;o)

 

Ich weiß gar nicht mehr in welchem Zusammenhang das war, aber gestern hatte ich etwas zum Thema Bandenkriminalität und auch der Mafia gelesen. So schnell wie ich den Artikel gelesen habe, war das Thema auch schon wieder vergessen.

Dachte ich…

Nachts lag ich dann im Bett und bevor ich überhaupt noch realisieren konnte, was da auf mich zukam, schlich er sich ein. Der böse, böse Ohrwurm….

„In ana Pizzeria in Palermo-City
kaut ein dubioser Mafioso traurig seine Calamari Fritti.
Und im Kreise der Familie erzählt dann der Padrone
von der Cosa Nostra und von Quanta Costa und
vom Onkel Al Capone.“

Die Jüngeren unter Euch werden sich jetzt denken: „WTF, von was spricht die Olle?“

Leute in meinem Alter fangen entweder schallend an zu lachen und singen mit. Vorausgesetzt, sie kommen aus dem Süden Deutschlands oder aus Österreich.

Die Nadelstreif-Signori
weinen bei der Story,
und ihnen wird’s ums Herz ganz schwer,
und Gino sagt zur Mira:
„Ruck deine Lira fiera,
der Chianti is schon wieder leer!“

Ich aber kenne ihn. Erschreckend dabei: auswendig vom Anfang bis zum Ende.

Jedes. Einzelne. Wort.

Und so verbrachte ich die Zeit vor dem Einschlafen und den heutigen Morgen mit „Heiße Nächte (in Palermo)“.

„Heiße Nächte, heiße Nächte in Palermo,
und a klaner
Sizilianer
fangt an zum Waana.“

Ein Titel der EAV aus dem Jahre 1985. Ich weiß noch, als ich eben diesen (und einige andere) Titel mit gerade mal 10 oder 11 Jahren gemeinsam mit meinem Bruder durch die Wohnung grölte.

Das dieses Lied aber so feste in mir verankert ist, hätte ich dann nicht gedacht. Und auch nicht, daß mein Gehirn mir in Zusammenhang mit etwas Gelesenem diesen Ohrwurm spendiert.

 „In ana Pizzaria…“

Och – nicht schon wieder.

Ich glaube, ich weiß, mit was ich den restlichen Tag verbringen werde. Mit der Suche nach einem neuen Ohrwurm.

Hat da draußen jemand einen für mich? Verratet mir doch, welchen Lied Euch oft im Ohr wurmt.

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4 comments

  1. Rena 14 März, 2017 at 16:57 Reply

    Oh, das ist eine gute Frage. Kein bestimmtes. Zur Zeit immer wieder mal ein aktuelles aus dem Radio. Z.B. Human von Rag’n Bone Man.

    LG Rena

    • storfinenblog 14 März, 2017 at 17:11 Reply

      Da finde ich Skin fast noch besser!
      Ja – so generell höre ich auch bestimmte Titel gerne. Aber so doofe Ohrwürmer, wie Schlager, La Cucaracha oder eben irgendwas Uralten von der EAV sind besonders hartknäckig.

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