Warum wir unser Leben nicht von Angst bestimmen lassen sollten

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Angst Wordle

Ich hätte nie gedacht, daß ich mich mit diesem Thema einmal näher auseinandersetzen muß. Es geht hier um das Thema Angst. Angst aufgrund der politischen Lage in Europa bzw. auf dieser Welt. Oder Angst aufgrund von Terroranschlägen. Auch um Angst vor rechtsextremen Übergriffen.

Seit einiger Zeit macht sich da ein Wandel in meiner Familie bemerkbar, den ich so niemals erwartet hätte und der auch so gar nicht zu meiner Einstellung paßt.

Ja, wir sind verwundbar!

Der Mensch ist verwundbar. An vielerlei Stellen. Innerlich, wie auch von außen. Kriege, Terror, Umweltkatastrophen – die Medien sind voll damit. Absolute Sicherheit gibt es nicht.

Dennoch befinden wir uns in Deutschland. In einem Land, daß zu den 10 sichersten Ländern der Welt gehört. Und wir leben in einem Land, das tausende Flüchtlinge aufnimmt, um ihnen Schutz zu gewähren.

Manchmal hat man dennoch das Gefühl, als sei die Welt unser Land so schlecht geworden, daß man nur noch schnell, schnell in die Arbeit oder zum Einkaufen soll, um sich dann auch gleich wieder in den eigenen vier Wänden einzusperren.

Muß ich tatsächlich Angst haben?

Dieses Jahr gibt es das ein oder andere Konzert daß ich besuchen möchte. Sätze wie „Du willst wirklich in diese großen Menschenansammlungen, bei denen Anschläge erwartet werden können?“ oder „Willst Du wirklich ins Olympiastadion? Denk an die Anschläge, die dort in der Nähe schon passiert sind!“ bringen mich zum Verzweifeln.

Meine Frage, ob jemand Lust hat, in München im Einkaufszentrum zu shoppen wird ohne zu zögern mit einem „nein, auf keinen Fall, ist es mir nicht wert das was passieren könnte“ abgeschmettert. Vermutlich wäre die Gefahr, auf dem Weg dorthin zu verunglücken um ein Vielfaches höher, als das ausgerechnet in DEM Einkaufszentrum, in dem letztes Jahr jemand um sich geschossen hat, nochmals etwas passiert.

Ein ursprünglich geplanter Urlaub in der Türkei scheint auch unmöglich geworden zu sein. Aus Angst, daß ein Anschlag auf einen der Flughäfen erfolgt. Oder auch die Angst, daß der türkische Führer Diktator Staatschef einen Rappel bekommt und die Grenzen schließt.

73% der Deutschen hatten 2016 Angst vor Terroranschlägen

Daß es nicht nur meiner Familie so geht zeigt eine repräsentative Studie der R+V-Versicherung. 73% der Deutschen gaben an, Angst vor Terroranschlägen zu haben.

Trotz allem ist die Chance, von einem Blitz getroffen zu werden immer noch höher. Und das, obwohl wir bei einem Gewitter nicht freiwillig auf einem freien Feld herumlaufen.

Zensteine Mut

Bedeutet mehr Sicherheit nicht weniger Freiheit?

Ja – eindeutig ja! Wenn wir zulassen, daß sich unsere innere Sicherheit von außen bestimmen läßt, schränken wir uns ein. Diese Angst hemmt uns, unsere Träume zu leben und vielleicht auch, uns selbst zu verwirklichen. Je enger wir unser eigenes Sicherheitsnetz knüpfen, desto weniger können wir leben und erleben.

Wir sollten wieder mehr auf uns selbst vertrauen. Wir sollten versuchen, uns wieder sicher zu sein und Vertrauen darauf zu haben, daß wir mit allem umgehen zu können.

Seid offen und habt Mut!

Ich habe keine Lust mehr, mir von dieser Angst das Leben einschränken zu lassen. Es kann doch wirklich nicht sein, daß man auf Vieles verzichtet, nur weil etwas passieren könnte. Dinge, die man früher ohne nur eine Sekunde nachdenken gemacht hat.

Ich will mutig sein. Rausgehen in die Welt und sie kennenlernen. Mit all ihren guten und schlechten Seiten. Ich möchte mich nicht in meinem Erleben einschränken lassen oder meine Träume hintenanstellen.

Macht es mir nach. Seid offen und habt Mut. Passieren kann uns schließlich jeden Tag etwas. Auch direkt vor der Haustüre.

Dann ist es für Mut zu spät!

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1 comment

  1. Häsin 19 März, 2017 at 20:47 Reply

    Ich seh das genau wie Du 🙂 Und hey, ich blicke allein schon, dass ich jeden Tag 10 km mit dem Rad durch Berlin zur Arbeit fahr, wagemutig dem Tod ins Auge und sga ihm „heute nicht“ 😉

    Liebe Grüße

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