Achtung Pubertät! 10 Dinge, an denen Ihr einen Teenager im Haus erkennt.

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Teenager am PC Pubertäter Pubertät

Teenager – per Definition ein Jugendlicher im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn es da nicht auch noch die Pubertät gebe. Jene Zeit, die den Großteil des Teenagerlebens ausmacht.

Und genau das ist die Zeit, in der wir uns seit einiger Zeit befinden, denn auch wir haben ihn im Haus: einen pubertierenden Teenager. Gerade einmal 14 Jahre alt, macht er das, was man in diesem Alter ebenso macht: Nichts. Oder zumindest nicht viel. Außer seine Eltern mir irrationalen Handlungsweisen und Gefühlsausbrüchen in den Wahnsinn zu treiben.

Viele kennen sicher die Listen, an denen aufgeführt ist, woran man merkt, daß ein Teenager im Haus ist. Egal auf welchem Teil der Erde – die Zeit als Teenager in der Pubertät wird überall ähnlich ablaufen. Ich habe hier mal unsere ganz persönliche Top 10 zusammengestellt.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Wer redet auch schon, wenn man mit Grunzen Wörter ersetzen kann. Ein typischer Morgen bei uns sieht so aus:

„Guten Morgen Großer!“ Grml… (womit der uns wohl auch einen guten Morgen wünscht)

„Hast Du gut geschlafen?“ Grjaml… (ich werte das immer als ja)

„Ist schon alles für die Schule gepackt?“ Grrrrmpf… (Achtung: Gefahr in Verzug – das Grrrr wird stark betont, besser nicht weiterfragen)

„Bis später!“ Grumpfl… (heißt wohl soviel wie: Endlich bin ich raus hier uns muß keine Fragen mehr beantworten)

Die restliche Kommunikation des Tages läuft ansonsten weitgehend über Textnachrichten per WhatsApp, außer…

Oh – da ist ja noch jemand

Man merkt gar nicht, daß sie mit dir im selben Haus Leben. Bis das WLAN ausfällt. Eine einzige Sekunde genügt und schon steht das Kind auf der Matte und macht einem die schlimmsten Vorwürfe: „IMMER, I.M.M.E.R. wenn ich es brauche geht WLAN nicht“.

Wir sprechen hier wirklich nur von wenigen Sekunden. Oder eben der Zeit, in der wir eben keine andere Möglichkeit sehen, daß Kind zum Lernen, Aufräumen oder auch Essen zu bringen und es tatsächlich ausschalten.

Kopfhörer auf Schreibtisch

Das Kind weiß es besser

Google? Bücher? Braucht man nicht mehr, wenn man einen Teenager im Haus hat. Denn der weiß alles – aber wirklich alles – besser. Egal um was es geht, er hat zu allem seine Meinung. Aber nur dann, wenn man nicht danach frägt. Ansonsten gilt Folgendes:

„Weiß ich doch nicht“!

Das ist DIE Standardantwort auf die meisten Elternfragen. Meist begleitet von heftigem Augenrollen. Egal, um was es geht. Gefolgt wird sie meist nur von

Ehrlich!

Das Wort „Ehrlich“ hört man so oft, daß man es nicht mehr hören kann. EHRLICH!

Wo ist denn der Joghurt hin?

Und wo ist das Brot, die Wurst, das Obst, die Schokolade? Weg. Einfach weg. Der Kühlschrank ist gefühlt immer leer. Teenies fressen einem die Haare vom Kopf und inzwischen fahren wir nahezu täglich zum Einkaufen. Das führt uns zu den

Schwarzen Löchern

Teller, Gläser, Besteck – einfach zu verschwunden. In den Weiten des Universums verschwunden? Von schwarzen Löchern verschluckt? Der Geschirrschrank wird leerer und leerer und da das Kind ja ehrlich nichts weiß, schaut man ab besten selbst in die hintersten Ecken des Zimmers.

Wenn Blicke töten können

Dann wäre ich schon mausetot. Ein Pubertier gibt Dir das Gefühl, ein Verbrechen begangen zu haben. Und das nur, weil Du eine einfach Frage gestellt hat. Zum Beispiel die Frage

Wonach riecht es hier?

Je näher man der Tür zum Kinder Jugendzimmer man kommt, desto mehr nimmt man ihn wahr. Den Geruch, den man nur kennt, wenn man einen Pubertäter im Haus hat. Selbst die Katze bleibt vor Tür stehen und traut sich nicht in das Zimmer.

Geschlossene Fenster mit heruntergelassenen Rollos, ungewaschene Socken und Unterhosen auf den Boden und einem Schreibtisch voller Flaschen und Schüsseln tragen auch nicht unbedingt zu einem guten Raumklima bei.

Müll auf Schreibtisch

Geh raus und triff Dich mit Deinen Freunden

„Mensch – was glaubst Du, was ich gerade mache? Teamspeak Mama, Teamspeak…“ Das macht er dann übrigens IMMER. In der Früh, Mittags, während der Hausaufgaben und auch, wenn er schlafen soll. Apropos Schlafen. Das wird sowieso überbewertet. Man wird ja erwachsen und da kann man dann auch länger aufbleiben.

Die Pubertät – die Zeit in der die Eltern loslassen lernen müssen

Natürlich bringt die Pubertät nicht nur Mißverständnisse zwischen Eltern und Kinder mit sich, sondern ist auch manchmal ganz wunderbar.

Oft schaue ich mir meinen großen Bub an. Voller Stolz. Und ich möchte nicht eine Minute mit ihm missen. Dieser wunderbare Mensch, der jetzt schon ein absolutes Ebenbild seines Vaters und meiner großen Liebe ist, hat mein Leben um ein Vielfaches bereichert.

Ich weiß jetzt schon, wie schwer es für mich ist loszulassen. Ihn ziehen zu lassen. In diese große, weite Welt. Meinen „big grumpy bear“ – meinen Brummbären.

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6 comments

  1. Verena 3 März, 2017 at 09:28 Reply

    Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen komisch zu werden.

    He, wann hast Du das Foto im Zimmer meines Sohnes gemacht? Da sieht es genauso aus. Allerdings ist er 18. Geschlossene Rollläden, schmutziges Geschirr / Wäsche ist bei ihm auch zu finden. Und massig leere Tragl.

    Du siehst, es wird leider nicht besser.

    Meine Tochter war nicht ganz so schlimm.

    LG Verena

    • storfinenblog 3 März, 2017 at 09:58 Reply

      Na Du mast mir Mut ;o)
      Was glaubst Du, wie es hier sonst ist? Türen zu, Fenster verdunkelt, Geschirr hat halt einfach nicht mehr raufgepasst und den Boden wollte ich nicht fotografieren. Die Tragl kenne ich auch. Allerdings sinds in unserem Fall nur Träger voller leerer Wasserflaschen.

      Naja, noch ist Deiner ja auch Teenie – bis 19 darf er noch *gg*
      LiebGruß

  2. shadownlight 3 März, 2017 at 16:14 Reply

    Ach ja, da macht man als Mutter wohl so einiges mit.
    Aber ich vermute, du bist tapfer.
    Übrigens finde ich das Wort ehrlich auch schrecklich!
    Liebe Grüße zum Wochenende!

  3. Kerstin 3 März, 2017 at 21:46 Reply

    Genau SO und nicht anders – Mauserl *gg* Erschreckend – der frisst mir noch die Haare vom Kopf 😉

    Drück Dich feste!

  4. Nila 11 März, 2017 at 21:54 Reply

    Tja, als Mutter von 3 Töchtern (21, 19, 16) habe ich dem Ganzen NICHTS mehr hinzuzufügen, außer kopfnickend milde zu lächeln.
    Liebe Grüße
    Nila

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